Hauptweg auf der FarmPhilosophie & Ziele

SIWA - Integrierte landwirtschaftliche Entwicklung

 

Siwa ist eine Oase in der ägyptischen Sahara 590 km südwestlich von Alexandria und nahe der libyschen Grenze. Siwa ist nicht nur ein Ort mit großen Dattel- und Olivenhainen, sondern auch ein Ort mit einer langen Geschichte und gastfreundlichen Menschen innerhalb einer atemberaubenden Landschaft.

 

Vom Orakel im damaligen Zentrum der Oase ließ sich Alexander der Große als Herr der Welt und als Gott bestätigen. Auch Cleopatra hat hier ein Bad genommen.

 

Seit dem Untergang des Pharaonenreiches ist Siwa für lange Zeit seiner Geschichte als wichtiger Rast- und Umschlagsplatz im Karawanenhandel bedeutungslos geworden, heute ist Siwa jedoch wieder ein Ort, auf den die ägyptische Regierung große Hoffnungen setzt.

 

WasserbrunnenAngestrebt wird die Entwicklung einer biologischen Landwirtschaft in Verbindung mit einer behutsamen Öffnung des Fremdenverkehrs.

 

  • die Straßen nach Siwa wurden ausgebaut,
  • die Energieversorgung wurde sichergestellt,
  • neue Brunnen wurden gebohrt,
  • es wurde begonnen, die Bevölkerung an privaten Unternehmungen und Ausbildungsprogrammen mit einzubeziehen,
  • die Eröffnung eines kleinen Flugplatzes für Inlandsflüge ist im Gespräch.

 

Wegen der Abgeschiedenheit von Siwa - jeher den überlieferten Traditionen verpflichtet - wollen wir bei unseren Entscheidungen den W e r t über die M e n g e stellen.

 

Für den Ackerbau und SEGAP bedeutet dies:Brunnenbohren

  • Nur biologischer Produkte unter Beachtung der natürlichen Gegebenheiten des Bodens kultivieren
  • Außerdem möglichst örtlich verfügbare Materialien beim Bau sowie umweltfreundliche Technologien für den Ortsverkehr nutzen
  • Bei der dörflichen Entwicklung die gesellschaftlichen Traditionen respektieren und bei der beruflichen Ausbildung angemessen berücksichtigen.

 

Die Oase Siwa verfügt über reichlich sprudelnde Quellen, deren Wasser je nach Brunnentiefe von unterschiedlicher Qualität ist. Die landwirtschaftlich nutzbare Fläche wird auf 250 000 Fedan (1 ha = 2,38 Fedan) geschätzt, wovon gegenwärtig nur 14 000 Fedan angebaut werden.

 

LuzernekleeSiwa hat nicht zu wenig Wasser, sondern eher zu viel. Ein Großteil dessen, was aus den warmen Brunnen sprudelt, fließt durch Felder und Gärten in die tiefer gelegenen Flächen der abflusslosen Siwa-Senke und bildet dort tiefblaue Seen.

 

 

Organisationen und Programme

 

In den vergangenen zehn Jahren hat die ägyptische Regierung mit internationaler Hilfe (EU, Weltbank/IFC, UNDP) den Rahmen abgesteckt, innerhalb dessen die sozio-ökonomische Entwicklung der Oase voran getrieben und die Unterstützung von privaten Investoren gesucht werden soll.

 

Als Anreiz wird eine Steuerbefreiung für die nächsten zwanzig Jahre geboten. Als oberstes Gebot aller Entwicklungstätigkeiten steht dabei die Bewahrung der einzigartigen historischen, kulturellen und landschaftlichen Gegebenheiten in der Region.

 

Bauern auf dem FeldZu den Entwicklungszielen von SEGAP zählt insbesondere:

 

  • Nachhaltige, biologische Bewirtschaftung
  • Effizientes Bewässerungs-Management
  • Bodenfruchtbarkeit durch Anwendung von biologischen Präparaten, eigenem Kompost und intensivem Anbau von Gründüngerpflanzen steigern
  • Sorgfältiger Umgang mit Energie und anderen Wirtschaftsgütern
  • Berufsbegleitende Schulungen
  • Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen durch garantiert faire Lohnzahlung
  • Gleicher Lohn für Frauen und Männer
  • Organisation einer effizienten Abfallbewirtschaftung in der Region
  • Bildung und Unterstützung örtlicher Selbsthilfeorganisationen im Textilhandwerk und Kunstgewerbe
  • Aufbau und Förderung eines umweltschonenden und anspruchsvollen Öko-Tourismus